Lohnt sich Jungbaumpflege

Workshop I.

Lohnt sich Jungbaumpflege überhaupt? Von Pflanzschnitt, Schutz und Schadensfällen. Marc Wilde, Lengerich

Mit dem etwas provokanten Titel möchten die Referenten zunächst einmal darauf hinweisen, dass es um eine größere Anzahl unserer Jungbäume, die in jüngerer Vergangenheit als Straßen- und Stadtbäume gepflanzt wurden, nicht gut bestellt ist. Zu vielfältig sind offensichtlich die Stressfaktoren, die auf diese Jungbäume einwirken und dazu führen, dass – zumindest in der subjektiven Wahrnehmung des Autors- sicherlich etwa ein Viertel der Jungbäume ihre Altersphase nicht oder nur sehr kümmerlich erreichen und damit die ihnen angedachten Funktionen nicht erfüllen können. Gleichwohl zeigen mit Kreativität angelegte und dabei mit durchaus überschaubarem Aufwand gepflegte Jungbaumpflanzungen an unterschiedlichsten Standorten, dass es dennoch möglich ist, Jungbäume auch an schwierigen Standorten zu pflanzen und so zu unterhalten, dass diese bei guter Vitalität in ihrer Reifephase hinein wachsen und die ihnen zugedachten Funktionen erfüllen können.

Im Rahmen dieses Workshops möchte die zwei Referenten Hinweise und Maßnahmen aus ihrer langjährigen, beruflichen Praxis vorstellen, mit deren Hilfe sich die Frage: Lohnt sich Jungbaumpflege überhaupt, nachhaltig bejahen lässt.

In Teil I. dieses Workshops stellt Reinhard Bertels die Grundlagen unterschiedlicher Schnitt- und Pflegemaßnahmen vor, die erforderlich sind, um aus gesunden und vitalen Jungbäumen straßen- und ortsbildprägende Altbäume werden zu lassen.

Unterstellen wir bei den nachfolgenden Betrachtungen einmal, dass es unseren frisch gepflanzten Jungbäumen an ihren zukünftigen Straßen- oder Stadtstandorten gelingt, einzuwurzeln und sich auf Grund guter Wachstumsbedingungen sowie der stets erforderlichen Fertigstellungspflege zu etablieren. Dennoch sind sie im Laufe ihrer weiteren Jugend- und beginnenden Reifephase einer Vielzahl möglicher Schäden ausgesetzt, die oftmals unmittelbare Auswirkungen auf die weitere Bestandsprognose haben. Zu nennen wären hier: Unterlassen weiterer Pflegemaßnahmen nach Beendigung der Fertigstellungspflege, fehlende Schutzeinrichtungen, Schäden durch Pflegegeräte (Freischneider/Mähgeräte), Anfahrschäden, Wurzelschäden, Natriumchlorideinträge, Trockenstress…. Da sich die Auflistung möglicher Schadursachen noch weiter fortsetzen ließe, möchte sich der Autor im Rahmen dieses auf wenige Seiten begrenzten Scriptes auf die Beschreibung einer einzelnen Schadursache und deren Auswirkungen beschränken und Lösungsansätze aufzeigen, die mit zum Teil relativ geringem Aufwand helfen können, die jeweiligen Schäden in ihren Auswirkungen zu minimieren. Hierbei weichen die vorgeschlagenen Lösungsansätze zum Teil von normierten Lösungsvorschlägen ab, beruhen jedoch auf vieljähriger Beobachtung sowie dem intensiven Gedankenaustausch des Autors mit versierten Freunden und Kollegen. Im Rahmen des eigentlichen Work-Shops werden die weiteren Themenfelder: fehlerhafte Schnittmaßnahmen nach Bee… [gekürzte Fassung des Artikels]

 

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